Wofür das Ganze? Ist doch klar! Hintergründe

Begründer und Betreiber des HSP
Jörg Pospiech,
Diplom Geograph, Jahrgang 1969, Vater einer Tochter, Selbständiger Kaufmann, Jäger und Wildnispädagoge
Seit 1998 Betrieb eines Versandhandels für Wildnis-Ausrüstungen und einer Wildnisschule.

Über die Homepage
Diese Web-Seite ist politisch, ideologisch und konfessionell unabhängig!
Mit Extremisten (“service to self”!) habe ich nichts und möchte ich auch nichts zu tun haben!
Gleiches gilt für Sekten oder ähnliches!

Hier geht es nicht um Pessimismus oder Schwarzmalerei, statt dessen um eine zukunftsfähige Universal-Lösung , mit der wir gemeinsam und zuversichtlich auch in schwierigen Zeiten voran gehen können - unabhängig davon wie sich die Zukunft um uns herum konkret entwickeln sollte!

Wir können die Welt um uns herum zum Positiven verändern, wenn wir damit anfangen und nicht nur darüber reden!

Viele Fotos dieser Homepage stammen von unseren gemeinsamen Wandertouren auf denen wir neue Freunde kennengelernt haben - unter etwas ungewöhnlicheren Umständen als abends in einer lauten Kneipe. Auf diesen Touren haben wir unsere Rucksackausrüstung, die Handkarren / Mulis und unsere Fertigkeiten immer wieder auf die Probe gestellt um den HSP-Bereich der Mobilität für uns zu verbessern. Wir haben nicht vor im HSP-Szenario im Wald zu verschwinden, auch wenn wir das für einen begrenzten Zeitraum könnten.

Ein wichtiges Etappenziel im HSP ist es einen “Sicheren Ort” (SO) zu finden oder das eigene Haus dahingehend umzugestalten, dass man dort auch unter schwierigen Umständen lange in einer Gemeinschaft mit Freunden und Nachbarn zufrieden und glücklich leben kann.
Von da aus werden wir, wenn die Umstände es zulassen,  Service-to-other-Nachbarn und -Flüchtlingen Hilfe zur Selbsthilfe geben und weitere “Sichere-Nachbar-Orte” (SNO) aufbauen.
Bei diesem Projekt können wir jede Hilfe gebrauchen!
 

Die Vorgeschichte:
Anlässe zum Erstellen des Human-Survival-Projekts gab es viele, der eigentliche Wendepunkt war das Münsterländer Schneechaos 2005, bei dem ich den schmerzhaften Unterschied zwischen schönen Worten und der harten Realität feststellen musste.
Kurz nach den grossflächigen Stromausfällen 2003 in den USA (u.a. in New York!) und in Schweden verkündeten deutsche Fachleute im Fernsehen stolz, dass im hochmodernen Deutschland ein grossflächiger Blackout über mehrere Tage nicht zu befürchten sei.
 
Soviel zu den schönen Worten!
Die Realität sah dann zwei Jahre später ganz anders aus:
Im Dezember 2005 lag plötzlich ein Grossteil des Münsterlandes im Dunkeln - nicht für Stunden! Für Tage!
Tage in denen die Menschen in Notunterküften zusammen rückten - notgedrungen! Tage in denen nichts mehr ging! Kein Strom = kein Internet, kein Handy (die Sendemasten brauchen auch Strom!), keine Heizung, kein Trinkwasser (Ausfall der Pumpen!), keine Toilettenspülung, kein Licht, kein Treibstoff an den Tankstellen (Pumpen!), keine Ampelanlage, keine Strassenbeleuchtung, kein ÖPNV, keine Fahrstühle, kein Geld am Geldautomaten, keinen Einkauf im Supermarkt (elektronische Scanner-Kassen, kein Licht, keine Kühlung, keine Heizung...), keine warme Mahlzeit, kein Kaffee - die Liste lässt sich unendlich fortsetzen.

Für viele Menschen brach eine Welt zusammen und so gut wie niemand war darauf vorbereitet! Selbst die Landwirte hatten aus Kostengründen auf Notstromaggregate verzichtet und mussten tausende Schweine, Hühner und Kühe von Hand versorgen.
Obwohl ich mit meiner Winterexpeditionsausrüstung auf einem Bauernhof in Billerbeck relativ fein raus war - wäre ein Holzofen in der Wohnung und ein vorbereitetes Plumpsklo draussen eine klare Verbesserung gewesen - der Boden draussen war leider hartgefroren! Die Wohnung kühlte innerhalb von zwei Tagen stark aus und war nur mit Kälteschutzjacke bewohnbar!

Für einige wenige war es ein Abenteur - für die meisten war es das schiere Chaos!
Für mich war dieser Stromausfall ein Augenöffner!
Als Dipl. Geograph war mir schon lange klar wie anfällig unsere High-Tech-Infrastruktur für ausserplanmässige Ereignisse ist.
Nun bekam ich hautnah zu spüren, dass es nichts hilft sich einzureden man werde persönlich schon nicht betroffen sein - und wenn, dann werde es schon nicht so schlimm werden. Irrtum, es kommt wie es kommt und manchmal sitzt man plötzlich mittendrin im Schlamassel - ob man will oder nicht!

Übrigens hatte der Stromausfall auch etwas Gutes: nach neun Monaten gab es einen Baby-Boom und für das nächste Schneechaos mit Stromausfall sind die einige Münsterländer hoffentlich besser gerüstet!
Man stelle sich nur vor, dass es nicht nur das Münsterland sondern ganz Nordrhein-Westfalen erwischt hätte! Die Illusion es werde immer alles gut gehen hat sich seit dem Münsterländer Schneechaos für viele Betroffene in Luft aufgelöst.
Es reicht eben leider nicht aus sich eine heile Welt herbei reden bzw. denken zu wollen.

Fazit:
In einer grossflächigen Katastrophenlage ist jeder erst einmal auf sich selbst, seine Familie und seine Nachbarn angewiesen! Die staatlichen Hilfskräfte sind in so einem Szenario hilflos überfordert und haben dann nur noch kosmetischen Charakter!

Aus dieser Annahme heraus wurde von mir das Human-Survival-Projekt (HSP) entwickelt!

Wichtiger Kerngedanke des HSP:
Nur aus einer relativ sicheren (Dach über dem Kopf, genug zu Essen und Trinken!) und einigermassen stabilen Position (körperlich und mental) heraus hat man selber die Ressourcen und die Lebensenergie auch anderen zu helfen! Wenn man selbst am Hungertuch nagt und kaum über die Runden kommt sieht das anders aus!
Dies ist ein wesentlicher Aspekt: HSPler bereiten sich vor und sind dadurch im Notfall überhaupt erst in der Lage anderen zu helfen!

Dies entspricht dem Konzept der “service to others”, das sind all die Menschen, die mindestens 50% ihrer Zeit auch an andere denken. Im HSP-Szenario möchten wir gerne genau diesen Typus Mensch um uns haben.
Umgekehrt gibt es diejenigen, die mehr als 50% ihrer Zeit nur an sich denken (“Service to self”), ein Konzept das uns nicht weiter sondern nur Probleme bringt. Mit diesen Menschen wollen wir eher nichts zu tun haben.
Die dritte Gruppe ist die der Unentschlossenen, die sich noch nicht zwischen diesen beiden Positionen entschieden haben. Die Unentschlossenen versuchen wir auf unsere Seite zu den “Service to others” zu ziehen - anderen zu helfen bringt Dankbarkeit, Vertrauen, Freude, Glück und gibt unserem Leben einen übergeordneten Sinn.

Der Wille anderen zu helfen (“service to others”) ist der “Kleber”, der Gemeinschaften langfristig zusammen hält. Nur gemeinsam, in relativ kleinen aufeinander eingespielten Service-to-other-Gruppen, wird es möglich sein zukünftige, wie auch immer gearteten, Grosskatastrophen zu begegnen.
Sobald diese Gruppen eingespielt sind, der Kern stabil und das Überleben geregelt ist, können sie wachsen und nach und nach andere aufnehmen oder aber Keimzelle für neue Nachbarschafts-Gruppen sein und diese mit Know-how, Material und Saatgut unterstützen.

Zur Zeit sind Lebensmittel und die passende Ausrüstung in Deutschland noch zu erschwinglichen Preisen erhältlich - das Angebot ist da, auch wenn die Preise seit Monaten deutlich steigen und bereits in einigen Regionen der Welt Aufstände der Armen und der Mittelschicht zeigen was zu befürchten ist, wenn die Lebensmittel zu teuer werden!

Agiere jetzt bevor es zu spät ist - zum eigenen Wohl und das Deiner Liebsten!

Das hat mit Weisheit zu tun - nicht mit Pessimismus!